Ort: Berufskolleg Kaufmannsschule 1
Ehemalige Kindersoldaten beim Red Hand Day gegen Kindersoldaten
Es sollte eine ganz normale Unterrichtsstunde zum Thema Kindersoldaten und dem Red Hand Day werden. Ich startet meine PowerPoint und wir stiegen gemeinsam sehr schnell in das Thema ein. Bis das Poster von dem Jungen mit dem Maschinengewehr auftauchte. Da kam es zu einer Diskussion zwischen ein paar Schülern, dass das ein gestelltes Bild sein müsste -der Junge könnte so ein Gewehr doch gar nicht bedienen!
"Warum meint ihr das?", war meine promote Frage. So begannen sie zu erzählen, was sie erlebt haben. Im Krieg. Als Kind. Es verschlug mir die Sprache und auch ein paar bislang eher desinteressierte Schüler aus anderen Ländern horchten aufmerksam auf. Sie waren so gefasst beim Erzählen. Keine Tränen. Kein Emotionen. Bilder die nur sie im Kopf haben und uns kaum vermitteln konnten. Doch löste jedes einzelne einfach ausgesprochene Wort Vorstellungen und Ahnungen aus.
Wir kamen zu der Frage, was passieren müsste, damit es keine Kindersoldaten auf der Welt mehr gibt? Die einstimmige Antwort aus der Runde: Hört auf mit dem Krieg und gebt zu, dass es niemanden gefällt, andere Menschen zu töten! Es fiel der berühmte Satz: Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin!
"Und was können wir tun?", kam dann aus der Runde. Rote Hände sammeln... .Und das taten wir dann auch. Eine Woche später, im Foyer der Schule. Mit motivierten überzeugten Schülern und dem tollen Erfolg von über 160 gesammelten roten Händen in einer Pause!
René Röspel kam dann drei Wochen später in der Schule vorbei und holte die gesammelten roten Hände ab. Mehr dazu unter: www.roespel.de/presse/18-03-16-redhand.html

