Jubiläum !!! 10. Projekttag am Reinoldus- und Schiller-Gymnasium
Zuerst ist natürlich wichtig, wer wir von terre des hommes eigentlich sind, was terre des hommes ist, und warum wir nun vor den Klassen stehen und was wir vorhaben, mit den Kindern zu erarbeiten. Zur Einführung zeigten wir einen Film über arbeitende Kinder in Potosi, Bolivien, den zwei Mitglieder unserer Arbeitsgruppe bei einem mehrwöchigen Besuch im südamerikanischen Staat selbst gedreht haben.
Und natürlich war es wie immer für uns unheimlich wichtig, uns an unsere doch ungewohnte Situation VOR einer Klasse zu gewöhnen. Das hat aber in allen 4 Klassen schnell funktioniert - auch dank der anwesenden Lehrerinnen und Lehrer.
Danach ging's gleich ans Inhaltliche: Zu einer Auswahl von Bildern, die Kinder in den unterschiedlichsten Situationen ihres täglichen Lebens als arbeitende Kinder oder als Straßenkinder zeigten, waren die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, zu beschreiben, was sie sahen. Und natürlich, was sie sich dachten, wie sie sich das Leben, den Tagesablauf, die familiären Verhältnisse vorstellten. Wie immer ließen sie ihrer Phantasie freien Lauf.
Nach der großen Pause war kreatives Arbeiten angesagt:
In zwei Klassen sollten Umzugskisten gestaltet werden, so dass die eine Seite die schwierigen Lebenssituationen der Kinder zeigte, die andere die Wünsche, Träume, aber auch die realistischen Ziele und Forderungen für ein besseres Leben. Aus den Kisten wurden am Ende zwei große Mauern gebaut - mit einer eher grauen, traurigen Realitätsseite und einer bunten Phantasieseite.
Eine weitere Klasse erstellte großformatige Wandzeitungen, auf denen neben Bildern arbeitender Kinder aus aller Welt selbstverfasste Berichte, Kommentare, Interviews 'abgedruckt' waren.
Die vierte Klasse verfasste fiktive Biographien von Kindern in Not und klebte sie auf menschengroße Figuren, die sie selbst gestalteten und die beschriebenen Kinder darstellten.
Alle 'Produkte' wurden am Ende - nach gegenseitiger Präsentation in den Klassen - in der Pausenhalle und auf Gängen aufgestellt. So können sie auch von den anderen Klassen angesehen und begutachtet werden. Daran ist besonders wirksam, dass sich jedes Jahr die Schülerinnen und Schüler der älteren Jahrgänge an "ihren" Projekttag erinnern, den sie in ihrer 6. Klasse durchgeführt hatten.


