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09.01.2021

Ort: Gummersbach

Mahnwache für Kinder in Flüchtlingslagern

Am 9. Januar 2021 gab es eine Mahnwache in der Innenstadt von Gummersbach, um auf das Schicksal der Kinder in den Flüchtlingslagern aufmerksam zu machen.

 

Entwicklungsminister Gerd Müller berichtet über die weiterhin katastrophalen Bedingungen auf Lesbos: „Das neue Lager Kara Tepe ist offensichtlich nicht besser - im Gegenteil: Ärzte ohne Grenzen musste jetzt eine Tetanus-Impfaktion starten, weil Babys in nassen Zelten von Ratten gebissen werden“, sagte Müller der „Passauer Neuen Presse“. „Das sind entsetzliche Zustände - mitten in Europa.“

Alle seien nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria davon ausgegangen, „dass die schrecklichen Zustände nach dem Brand verbessert werden, aber die Wirklichkeit sieht leider anders aus“, sagte Müller. Und die härtesten Winterwochen stünden den Flüchtlingen noch bevor.

Besonders schlimm sei es für die Kinder, die in Flüchtlingslagern auf die Welt kämen. „Ich habe mit auf der Flucht vergewaltigten afrikanischen Frauen gesprochen, die auf dem nackten Boden saßen und auf die Geburt ihrer Kinder warteten. Ohne Hygiene oder ärztliche Versorgung“, berichtete er von einem Besuch in Moria 2018. „So sollte kein Leben beginnen.“ Er habe Flüchtlingscamps im Nordirak und Südsudan besucht. „Nirgendwo herrschten solch schlimme Zustände wie auf Lesbos.“ Nach dem Großbrand sind wir alle davon ausgegangen, dass die Situation der Flüchtlinge sich verbessern würde. In Wirklichkeit ist es aber noch viel schlimmer geworden.

Leider auch auf anderen Orten in Europa. Nachdem das ohnehin schon menschenunwürdige Flüchtlingscamp Lipa in Bosnien ebenfalls brannte, werden auch dort alle, auch die Familien mit Kleinkindern völlig alleine gelassen.

Wo bleibt da der große christlich-humanistische Anspruch Europas? Die „heilige Familie“, wäre sie den im Jahr 2020 in Europa auf Wanderschaft, fände bei uns mitnichten bessere, sondern vielmehr schlechtere Bedingungen für die Geburt ihres Sohnes Jesus als damals im Jahre Null in Nazareth! Wir müssen gemeinsam Druck auf die Regierungen ausüben, damit sie endlich handeln und den geflüchteten Kindern eine menschenwürdige Zukunft ermöglichen!

(Zur Flüchtlingspolitik der EU ist am 27.12.2020 ein grandioser Text von Heribert Prantl erschienen.)

 

 

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