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Heinz Wolf

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Telefon: 07225/75543
info@remove-this.tdh-murgtal.de

15.12.2017

Arbeitsgruppe Murgtal/Mittelbaden seit 40 Jahren in der Region aktiv

Die Hilfeorganisation Terre des Hommes (TdH) wurde vor 50 Jahren in Stuttgart gegründet, vor 40 Jahren hatten der Oberndorfer Heinz Wolf und seine Frau Anne die Idee, eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen. Die erste Aktion war eine Plakatausstellung im Kuppenheimer Feuerwehrgerätehaus am 18. Dezember 1977. Seither hat die rührige Arbeitsgruppe Murgtal/Mittelbaden bei 350 Aktionen und Aktivitäten den stolzen Betrag von mehr als 3,3 Millionen Euro für Projekte in Asien, Afrika und Lateinamerika gesammelt. „Wir konnten damit rund 60 000 Jungen und Mädchen helfen", bilanziert Wolf.

Zunächst waren die Aktivitäten in den SPD-Ortsvereinen Bischweier und Kuppenheim verankert, doch nachdem sich ein Freundeskreis gebildet hatte, wurde die Arbeit in einer eigenständigen Gruppe geleistet. „Wir sind damals auf viel mehr Interesse an unserer Arbeit gestoßen als heute, die Leute wollten mehr über die Hilfsprojekte wissen", blickt Wolfgang Deppisch, ein Mistreiter seit 1979, im BT-Gespräch zurück. Teilweise habe es an den Infoständen „intensive Diskussionen" über Sinn und Zweck von Entwicklungshilfeprojekten gegeben.

Zu den Aushängeschildern der Arbeitsgruppe gehörten die Basare in Kuppenheim. Der erste fand 1979 laut Deppisch „in sehr kleinem Rahmen" im alten Kindergarten statt. Zuletzt kamen zu den Basaren in der Wörtelhalle im Schnitt 2 500 Besucher, bis zu 100 Helfer wurden gebraucht. „Wir wollten nicht nur Kuchen und Basteleien anbieten, sondern auch Programm mit Musik und einem Angebot für die Kinder", verdeutlicht Wolf. Mit den Jahren nahm die Konkurrenz an Basaren jedoch zu und auch mit der Hallenbelegung sei es immer schwieriger geworden. So habe man 2014 beschlossen, mit den Basaren aufzuhören, die in all den Jahren Erlöse von etwa 25 000 Euro erbrachten.

Ein weiteres „Markenzeichen" der TdH-Arbeitsgruppe waren die Kinderfeste in der Kuppenheimer Realschule. .Anfangs hatten wir nur Konzerte, dann gab es immer mehr Programm", blickt Heinz Wolf zurück. 1988 fand das erste Fest statt, 25 weitere sollten folgen, bis auch dieses Angebot eingestellt wurde: „Die Kinderfeste waren immer mit einem großen Aufwand verbunden. Nachdem einige Helfer und auch etliche unserer Kinder, die uns mittlerweile geholfen hatten, weggezogen waren, beschlossen wir, damit aufzuhören. Auch wegen brandschutzrechtlicher Auflagen in der Realschule waren die Feste in der bisherigen Form nicht möglich", bedauert Heinz Wolf.

Eine Tradition hat aber nach wie vor Bestand: Die Radbörse. Klaus Kastner vom gleichnamigen Fahnradgeschäft kam 1990 auf die Arbeitsgruppe zu. Er hatte die Idee, bei der Börse seine und gespendete Fahrräder anzubieten, was auf Zustimmung stieß. Die Sparkasse beteiligt sich an den Kosten und die Radsportfreunde Kuppenheim unterstützen mit einem zehnköpfigen Helferteam die gute Sache. Didi Biedermann von der TdH-Arbeitsgruppe kümmert sich hauptverantwortlich um die Organisation der Radbörse.

Daneben ist die Arbeitsgruppe nach wie vor eifrig dabei, Konzerte zu organisieren. 74 an der Zahl waren es in den vergangenen Jahrzehnten. Mittlerweile finden zwei bis drei Konzerte pro Jahr statt, bei denen ein durchschnittlicher Erlös von 3 500 bis 5 000 Euro erzielt wird, berichtet Wolf.

Die Terre-des-Hommes-Arbeitsgruppe Murgtal/Mittelbaden beteiligte sich etwa 50-mal an Festen oder Jahrmärkten und lud zu 40 Info-Veranstaltungen ein, unter anderem in Schulen.

Heinz Wolf hat in den vergangenen Jahrzehnten ein Firmen-Sponsoring aufgebaut, bei dem er auf 80 Sponsoren zurückgreifen kann, die jährlich rund 20 000 Euro für Projekte spenden. Die Pressearbeit ist ein weiteres wichtiges Standbein der TdH-Arbeit: „Es ist wichtig, dass die Leute erfahren, wofür eine Veranstaltung stattfindet", verdeutlicht Deppisch. Daneben werden Flyer ausgelegt oder Infopost an bekannte Adressen versendet. Früher marschierten die TdH- Mitstreiter noch durch die Straßen und verteilten sie in Briefkästen, erinnert sich Wolf.

Veranstaltungen sind ein weiteres Standbein der TdH- Arbeit, bilanziert Wolf, der gleichzeitig betont, dass sämtliche Einnahmen in die Projekte fließen. Mit diesem Bündel an Aktivitäten hat es die Arbeitsgruppe geschafft, dass sie seit vielen Jahren bundesweit Spitzenreiter im Spendenaufkommen ist: „Nur wenn die Stuttgarter Arbeitsgruppe alle zwei Jahre ihren Kunstmarkt macht, landen wir auf Platz zwei", berichtet Wolf nicht ohne Stolz.

Das Trio, das zum „harten Kern" von zehn Aktiven gehört, ist nach wie vor gewillt, weiterzumachen. Wolfgang Deppisch: „Die Projekte, die Terre des Hommes in Angriff nimmt, sind gut durchdacht. Mich überzeugt der umfassende Ansatz, dass mittel- bis langfristige Projekte entwickelt werden." Didi Biedermann ist seit Anfang der 1980er-Jahre dabei: „Für mich ist ganz wichtig, dass die Projekte von den Leuten vor Ort gemacht und evaluiert werden. TdH arbeitet auch mit anderen Organisationen zusammen." Für Heinz Wolf zählt, dass TdH nicht nur die Politik vor Ort beeinflusst, sondern beispielsweise auch das Ministerium für Entwicklungshilfe berät: „Terre des Hommes hat die Initiative eingebracht, dass Sextouristen in Südostasien nach deutschem Recht bestraft werden."

Aktuell sammelt die Arbeitsgruppe Gelder für ein Rohingya-Projekt. Auf dem Kuppenheimer Weihnachtsmarkt am 16. und 17. Dezember werden an einigen Ständen Spendenbüchsen aufgestellt.

Vier Jahrzehnte ehrenamtliches Engagement ist beachtlich, doch die Arbeitsgruppe möchte; nicht sich selbst feiern, sagt Heinz Wolf. Aber beim Konzert von „King Henry And Friends" am 25. März 2018 in der Kuppenheimer Wörtelhalle soll es einen Rückblick auf 40 Jahre Terre des Hommes im Murgtal geben.

Badisches Tagblatt vom 15.12.2017 (Markus Koch)

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