Lenina López berichtet über das Projekt "Pennat" in Guatemala
Lenina studiert noch nebenher und ist seit kurzem die Erste Vorsitzende der Studentenvertretung an der öffentlichen Universität von Guatemala-Stadt. Die Studentenvertretung wurde nach 17 Jahren zum ersten Mal wieder demokratisch gewählt und Lenina ist in ihrer 97-jährigen Geschichte die erste weibliche Vorsitzende.
Am Abend des 29.06.2018 trafen sich Interessierte im Welthaus Heidelberg, um von Lenina mehr über die Arbeit von "Pennat" und die Situation in ihrem Land zu erfahren. Nach dem Vortrag fand ein reger Austausch und eine Diskussion über das soeben Gehörte statt.
Zum Hintergrund: In Guatemala wütete mehr als 30 Jahre lang ein Bürgerkrieg, der 1996 durch einen Friedensvertrag zwischen der Guerilla und der guatemaltekischen Regierung beendet wurde. Es ist bisher jedoch keiner Regierung gelungen, die wirtschaftlichen Entwicklungshemmnisse wie Korruption, ungenügende Sozialsysteme und die übermäßige Ausbeutung der natürlichen Ressourcen zu überwinden. Wirtschaftliche Perspektivlosigkeit und die Strukturen des organisierten Verbrechens führen zu besorgniserregend hohen Gewaltraten insbesondere unter Jugendlichen. Gerade Kinder und Jugendliche aus armen Verhältnissen sind die Hauptleidtragenden dieser Situation: Einerseits sind sie der Gewalt und Rekrutierung durch Jugendbanden ausgeliefert. Andererseits gibt es für sie kaum sinnvolle Zukunftsperspektiven.


